Geschichte:
Der Weinbauort Maissau liegt in 341 m Seehöhe am Ostabfall des Manhartsberges, der auch die Grenzen zwischen Wald.- und Weinviertel bildet.
Die älteste urkundliche Nennung von Maissau, stammt aus dem Jahre 1114 (Quelle: Traditionsbuch des Augustiner Chorherrenstiftes Klosterneuburg). 1380 wird Maissau erstmals als Stadt erwähn. Im 16. Jahrhundert allerdings hatten die Bürger von Maissau mit dem Namen ein Problem. Sie konnten den Ortsnamen nicht deuten und leiteten diesen von "Mäusen" ab. Aus diesem Grund finden sich die Mäuse auch im Maissauer Stadtwappen wieder.
Auch heute ist noch gut erkennbar, dass der Ort Maissau aus drei Teilen besteht, die sich in ihrem Aussehen und im Ortscharakter deutlich unterscheiden. Neben der Stadt Maissau im engeren Sinn des Wortes, das ist das Gebiet innerhalb, der zu einem wesentlichen Teil erhaltenen Stadtmauer, gibt es den Ortsteil Aigenstraße mit einem typischen dörflichen Aussehen. Hier befindet sich auch unser Weinbaubetrieb. Der dritte Teil ist der Ortsteil Neustift, der befindet sich an der Bundesstraße und an der Bahnstraße.
Die Stadt Maissau wurde am Ostabfall des Manhartsberg - Höhenzuges in Terrassen angelegt. Den höchsten Punkt bildet die Hauptburg mit dem Bergfried, eine Stufe tiefer befindet sich die Vorburg; die dritte Stufe bildet die Pfarrkirche mit dem Kirchenplatz, auf dem sich dereinst der Friedhof befand; auf der untersten Stufe befindet sich der fast quadratische, wegen des unebene Geländes, etwas verzogene Hauptplatz. Diese Form ist heute nicht mehr leicht erkennbar, weil unterhalb der Kirche ein sogenanntes "Grätzel" eingebaut wurde.
Vor ca. 24 Millionen Jahren war das Eggenburger Meer bis an den Manhartsberg vorgedrungen. Auch heute findet man rund um Maissau Ablagerungen aus dieser Zeit.
Die östliche Seite des Manhartsberges, welche bereits zum Weinviertel gehört, ist in den höheren Lagen geprägt vom Maissauer Granit und weist sehr trockene Urgesteinsböden auf. Weiter unten gibt es unterschiedliche Löss, Ton, Kies und Sandböden.
Maissau ist nicht nur bekannt durch seinen Granit, sondern auch durch seinen Maissauer Amethyst. 1845 wurde durch Steinbrucharbeiten zufällig ein violettfarbener Quarzgang entdeckt. 1986 bis 1994 wurden Grabungen durchgeführt, die beeindruckende Amethystfundstücke zu Tage brachten. Daraufhin wurde mit einer Länge von 40 m der größte Amethystgang der Welt freigelegt. Geologen haben den Gang auf rund 400 m dokumentiert. Es wird angenommen, dass dieses einzigartige Vorkommen bis zu 1.000 Meter lang ist. Dies war die Geburt der Maissauer Amethyst Welt, die 2003 eröffnet wurde. In den folgenden Jahren wurden weitere Attraktionen hinzugefügt wie: der Chakrenweg, Garten der Kraft, Schatzgräberfeld, Amethyst Park, Erlebnisspielplatz und ein Amethystshop in dem Schmuckstücke käuflich zu erwerben sind, die auch aus anderen Mineralien bestehen.
In Maissau herscht ein relativ trockenes Klima mit ca. 500 mm Jahresniederschlag. Das Jahresmittel der Temperatur beträgt 8,7 °C und es gibt ca. 190 frostfreie Tage. Im Winter fallen die Temperaturen manchmal auf unter -20°C, im Sommer hingegen steigt das Thermometer auch bis 35 °C und mehr. Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Ostseite des Manhartsberges ein sehr günstiges Klima für den Weinbau bereit hält.
Der Weinbau hatte in den letzten 900 Jahren in Maissau immer eine große Bedeutung und das soll sich auch nicht ändern!
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