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 Der Frührote Veltliner

Die Sorte

Ursprung:

Der Frührote Veltliner ist in Österreich eine alte, schon lange existierende Rebsorte, die allerdings immer eine eher untergeordnete Bedeutung hatte. Außer dem Namen Veltliner, hat er mit dem Grünen Veltliner nichts Gemeinsames. Die Sorte Frühroter Veltliner hat für große Verwirrung gesorgt, indem nämlich der Veltliner begriffsmäßig mit dem Malvasia in Italien, Frankreich und Spanien zusammengeworfen und namensmäßig sogar mit dem schweizerischen Malvoisie aus dem Wallis verwechselt wurde.

So wie bei vielen anderen Rebsorten ist die Heimat des Frühroten Veltliner nicht nachweisbar. Die genetische Analyse der Rebsorte ergab eine Abstammung von der Rebsorte Roter Veltliner, wobei eine Kreuzung mit der Sorte Sylvaner die größte Wahrscheinlichkeit dazu ergibt. Diese Abstammung favorisiert natürlich die Herkunft aus der Südbahngegend um Gumpoldskirchen, wo die Sorte als Frühroter Veltliner im Unterschied zum Spätroten Veltliner schon sehr lange bekannt ist.

  

Die Traube

Frühroter Veltliner

Terroir:

Die Standortansprüche des Frühroten Veltliners sind gering. Die Sorte fühlt sich auf mageren, steinigen Böden wohl, die auch kalkhältig sein können. Zu fruchtbare Böden sind für einen Anbau nicht geeignet, denn bei allzu starkem Wuchs neigt die Sorte zum Verrieseln (Blütenabfall). Die Rebsorte kann auch auf späten Lagen ausgesetzt werden, mag aber allzu große Feuchtigkeit nicht, denn damit wäre ein Qualitätsabfall verbunden.

Die Rebsorte ist gegen Winterfrost und Spätfröste empfindlich. Der Ertrag des Frühroten Veltliners ist unsicher und liegt etwa bei 50 - 65 hl/ha. Die Reife tritt im Allgemeinen früh ein und die Lese erfolgt ca. Mitte September. Sie kann aber auch bis Anfang Oktober hinausgeschoben werden, weil die Trauben kaum dazu neigen leicht zu faulen.

Verbreitung:

Der Anbau des Frühroten Veltliners ist in den mitteleuropäischen Weinbaugebieten stark rückläufig. In Deutschland ist die Sorte im Anbau fast ganz verschwunden. Hauptanbaugebiet des Frühroten Veltliners ist Österreich, wo die Rebe einen Anteil von 1,3% an der gesamten Rebfläche hat, aber gleichfalls im Anbau rückläufig ist. Die Sorte hat ihren Schwerpunkt in Niederösterreich und ist auch noch im Burgenland zu finden, während sie in der Steiermark und in Wien kaum kultiviert wird. In der Schweiz findet man die Sorte nicht.

Der Wein

  

Beschreibung:

Die Sorte zeigt meist eine goldgelbe Farbe.

Das Bukett ist in der Regel dezent und neural; ein sortenspezifisches Bukett ist nicht vorhanden.

Im Geschmack ist der Frührote Veltliner kräftig, gehaltvoll, extraktreich und hat eine ausgesprochen milde Säure.

Trinkempfehlung:

Der Frührote Veltliner trinkt sich gut zu deftigen, rustikalen Gerichten.

Trinktemperatur:  

ca. 6 - 8 °C

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