Die Sorte
Ursprung:
Die Rebsorte Sauvignon blanc stammt aus dem Südwesten Frankreichs, wo sie urkundlich seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts nachweisbar ist. Auch heute wird sie in Frankreich noch viel im Bordeaux-Gebiet, aber auch in anderen Weinbaugebieten wie beispielsweise an der Loire angebaut. Die Sorte entstammt einer Traminer - Kreuzung mit der französischen Sorte Chenin blanc, die ihrerseits eine Traminer - Herkunft erkennen lässt. Korrekt heißt die Rebsorte "Sauvignon blanc". In Österreich und Deutschland wird der Wein teils Sauvignon, teils Muskat-Sylvaner genannt, obwohl er weder mit dem Muskateller noch mit dem Sylvaner etwas zu tun hat.
Terroir:
Die Rebsorte stellt hohe Ansprüche an den Standort. Sie gedeiht am Besten auf mageren und trockenen Böden. Die Trauben kommen auch nur in warmen, nach Süden ausgerichteten Lagen mit höherer Bodenfeuchtigkeit voll zur Reife. Wichtig für die Sauvignon Rebe ist auch eine entsprechend hohe Luftfeuchtigkeit, welche die Entwicklung des Buketts beeinflusst.
Die Festigkeit gegen Winterfröste ist gering, gegen Beerenfäule, Oidium und Verrieselung ist sie anfällig.
Der Ertrag ist mittelhoch und ziemlich unregelmäßig. Er schwankt zwischen 50 - 100 hl/ha. Die Rebsorte reift relativ spät, sodass die Lese erst im Oktober erfolgen kann. Gute und hochwertige Weinqualität erzielt man nur bei Vollreife und ausreichendem Extrakt der Trauben, sonst erhält man nur dünne Weine.
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