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Der Rivaner

Die Sorte

Ursprung:

Den Rivaner ist auch bekannt unter der Bezeichnung "Müller-Thurgau". Der "Müller-Thurgau" ist eine der erfolgreichsten Neuzüchtungen der Welt, wenn nicht überhaupt die Erfolgreichste. In nur 100 Jahren hat diese Rebsorte eine weltweite Verbreitung gefunden. Der "Müller-Thurgau" ist eine Züchtung des Schweizer Biologieprofessors DDr. h. c. Hermann Müller, der aus Tägerwillen im Kanton Thurgau in der Schweiz stammt. Da in Deutschland sowohl deer Familienname Müller als auch der Vorname Hermann sehr häufig anzutreffende Namen waren, nannte er sich Müller-Thurgau. Einem früheren Mitarbeiter von Müller-Thurgau und später langjährigen Landesinspektor für Weinbau in Bayern, dem Hofrat August Dem, kommt wiederum der Verdienst zu, dass er diese Neuzüchtung im Jahre 1918 nach Deutschland brachte, wo sie die Sortenbezeichnung "Müller-Thurgau-Rebe" erhielt. Der Züchter selbst lehnte eine solche Ehrung seines Namens ab und nannte seine Kreuzung immer nur nach den Elternsorten. Deshalb wird auch diese Rebsorte in der Schweiz bis heute nur stets Riesling x Sylvaner genannt. In anderen Gebieten heißt sie heute nach wie vor "Müller-Thurgau" oder "Rivaner" (Abkürzung von Riesling x Sylvaner).

Terroir:

Die Rebsorte gedeiht gut in kühleren Anbeugebieten. Für die Qualität eines Rivaner ist nicht so sehr die Temperatur oder eine warme Lage eintscheidend als vielmehr gute Böden, nämlich nährstoffreiche, tiefgründige Löss- und Lehmböden mit guter Wasserversorgung. Die Rebsorte ist von überaus großer Fruchtbarkeit. Um bei dieser Sorte eine gute Qualität zu erziehlen, ist es wichtig, im Weingarten auszudünnen. Der Rivaner zählt zu den frühen bis mittelfrühen Rebsorten. Er ist sehr empfindlich gegenüber Winterfrost und sehr anfällig auf Krankheiten.

  

Die Traube

Rivaner

Verbreitung:

Der Rivaner hat in allen nördlichen Weinbaugebieten eine weite Verbreitung gefunden. In Deutschland hat er einen Anteil von 19,1% an der deutschen Gesamtrebfläche. In Österreich gin der Anbau in den letzten Jahren kontinuierlich zurück. Sein Anteil beträgt heute nur mehr 6,8% der Gesamtrebfläche. Die Hauptanbaugebiete liegen in Niederösterreich sowie im Burgenland, weniger in der Steiermark und in Wien. In der Schweiz, wo der Rivaner nur Riesling x Sylvaner genannt wird, hat die Rebsorte einen Anteil von 5% an der Gesamtrebfläche.


Der Wein

  

Beschreibung:

Der Rivaner ist ein heller Wein mit leicht grünlich-gelbem Farbschimmer. Bei höheren Qualitätsgraden nimmt er in der Farbe einen schönen Goldton an.

Charakteristisch für einen Rivaner ist der leicht bis stark ausgeprägte Muskatton in Duft und Aroma. Mit zunehmender Qualität nimmt dieses typische Rivanerbukett ab und kann ab der Qualitätsstufe Spätlese aufwärts oft gänzlich fehlen.

Rivaner Weine sind alkoholarm, frisch, spritzig, süffig sowie von feiner Fruchtigkeit.

Trinkempfehlung:

Den Rivaner trinkt man am Besten zu Geflügel, Fisch oder zu leichten Soßen.

Trinktemperatur:

ca. 10°C

by successteam Copyright © 2009 by Thomas Polster. Alle Rechte vorbehalten.