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Der Cabernet Sauvignon

Die Sorte

Ursprung:

Die Sorte Cabernet Sauvignon entstammt einer Kreuzung aus Cabernet Franc x Sauvignon blanc und stammt aus Frankreich. Sie wird 1635 das erste Mal urkundlich erwähnt, als Kardinal Richelieu mehrere tausend Rebstöcke der Rebsorte Cabernet aus dem Bordeaux-Gebiet dem Abbé Bréton, dem Verwalter der Güter des Klosters Saint Nicolas de Bourgueil, an die Loire schickte.

Über den Cabernet Sauvignon gibt es eine nette Geschichte:

Geschichte:

Baron de Rothschild als Besitzer des Cháteau Lafite Rothschild schätzte den italienischen Komponisten Rossini sehr. Eines Tages wollte er dem Komponisten aus einer Laune heraus eine besondere Freude machen. Da er wusste, dass der von ihm verehrte Meister ein großer Feinschmecker war, schickte er ihm einen Korb voll frischer, in seinem Weingarten gepflückter Cabernet-Trauben. Gewiss wird er sich dabei gedacht haben: Wenn Rossini meine edlen Rotweine liebt, dann wird er auch die kleinen, grau angehauchten, blauen Cabernet-Beeren, aus denen dieser Wein gemacht wird, zu schätzen wissen. Der Meister bedankte sich für die Traubensendung mit einem Brief, in dem stand:" Die Trauben sind vorzüglich. Aber ich genieße Wein eigentlich nie in Pillenform. Schon gar nicht den aus Cabernet-Trauben". Der Baron verstand den Wink und übermittelte daraufhin Rossini ene Kiste mit einem Dutzend Flaschen eines alten, edlen Bordeaux-Weines aus seinem Cháteau Lafite.

Terroir:

Der Cabernet-Sauvignon stellt keine besonderen Ansprüche an Böden, die durchaus auch arm und sandig sein können. Auch gegen Trockenheit ist die Sorte wenig empfindlich. Am Besten gedeiht die Rebe aber auf fruchtbaren Lehmböden und dankt dafür mit einem besseren Ertrag. An die Lage stellt sie hohe Ansprüche, denn sie benötigt gute und frühe Lagen, möglichst mit starker Sonneneinstrahlung. Die Rebsorte ist frostbeständig, trotzdem ist sie vor allem in kühleren Gebieten, wo die volle Holzreife nicht jedes Jahr erreicht wird, anfällig gegenüber Winterfrostschäden. Der Cabernet Sauvignon erbringt nur einen niedrigen und dazu noch recht unregelmäßigen Ertrag. Die Sorte reift spät, die Lese erfolgt meist mitte Oktober.

  

Die Traube

Cabernet Sauvignon

Verbreitung:

Cabernet-Reben gedeihen überall auf der Welt, wo es genügend Sonne und Wärme gibt. Die weltweite Anbaufläche dürfte bei 140.000 ha liegen. In Europa elten als Hauptanbaugebiete Frankreich, Bulgarien und Italien, aber auch in den außereuropäischen Weinländern in Nord- und Südamerika sowie Südafrika und Australien erlangt die Rebe eine ähnliche Bedeutung wie in den europäischen Erzeugerländern. In Österreich liegt die Anbaufläche von Cabernet Sauvignon unter 1%. Die Sorte wurde in Österreich von Dr. Schlummberger versuchsweise 1860 eingeführt, der die Cabernet Sauvignon Rebe in seinen Weingärten bei Vöslau, Niederösterreich, ausgesetzt hatte und den Wein mit Erfolg als Verschnitt Merlot verkaufte. Seit einigen Jahren wird die Rebsorte vermehrt in Österreich ausgepflanzt und ist speziell im Burgenland, in Niederösterreich und in Wien anzutreffen. In Deutschland ist die Rebsorte nicht klassifiziert und von eher untergeordneter Bedeutung. In der Schweiz sind Cabernet Reben in den Weinbaukantonen Tessin und Genf aufgepflanzt, doch ist ihr Ernteanteil unbedeutend.

Der Wein

  

Beschreibung:

Beim probieren erkennt man ein Cabernet Sauvignon an seiner dunkelroten Farbe die sich bei älteren Weinen auch zum Ziegelrot verändern kann.

Das Aroma erinnert bei jungen Weinen oft an schwarze Johannisbeeren und bei Älteren an Zedernholz.

Der Geschmack des jungen Cabernet ist wegen seiner meist hohen Gerbsäure oft streng. Nicht in Eichfässern ausgebauter Cabernet ist im Geschmack meist weicher und direkter.

Trinkempfehlung:

Der Cabernet Sauvignon trinkt sich sehr gut zu dunklem und kräftigen Fleisch.

Trinktemperatur: 

ca.   16°C 


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